Salamanca
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Salamanca ist bekannt durch seine Universität, die die Stadt mit Studenten füllt und ihr die angeblich höchste Kneipendichte Spaniens gibt. Die Universität ist die älteste Spaniens und eine der ältesten Europas. Sie wurde im Jahr 1218 gegründet. Schon im 16. Jahrhundert zählte sie 8.000 Studenten. Die Universidad de Salamanca wurde zur wichtigsten Bildungsstätte Europas. Unter den bekanntesten Dozenten befindet sich Fray Luís de León und Miguel de Unamuno, über die zahlreiche Anekdoten erzählt werden. Lope de Vega, Calderón de la Barca und Miguel de Cervantes holten sich in Salamanca das geistige Rüstzeug für ihre dichterische Arbeit. Wenige Monate vor seiner Seereise nach Amerika musste Kolumbus vor einem Gelehrtenausschuss in Salamanca im Jahre 1492 den versammelten, skeptischen Professoren und Kardinälen seine Theorie den Osten über den Westen zu erreichen, der Erdumfangs und des Abstands von Europa zu Asien erläutern. Der Dominikanerpater Francisco de Vitoria formulierte hier 1540 die Grundlagen des Völkerrechts.
Die Stadt besitzt zwei Kathedralen aus dem 12. und 16. Jahrhundert, die aber einen gemeinsamen Gebäudekomplex bilden. Der Turm der Neuen Kathedrale wurde verstärkt, da sich nach dem Erdbeben von Lissabon Risse an ihm zeigten. Auch an der Kathedrale sieht man Spuren der Universität: Früher war es Sitte, nach erfolgreicher Beendigung der Promotion einen Victor, ein rotes "V" und seinen Namen an den Dom zu malen. |
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